Grillparty unseres Vereins am 11. Juli 2020

Am Samstag trudelten am späteren Nachmittag nach und nach ca. 35 Gäste im Garten von  Stefan Meier in Eien ein. Beim Apéro wurde bereits munter geplaudert über Madagaskar und die Corona-Situation hier und auf der weit entfernten Insel. Im «Vortragsraum» in der Garage zeigte Esther Schmid zweimal Fotos der letztjährigen Rundreise. Die Infos zu Land, Leuten, Tieren und der Natur sind immer wieder beeindruckend. Das Highlight sei der Tag im Kinderzentrum gewesen, der Einblick in den Schulunterricht, das Verteilen der roten, gespendeten Turnfest-Shirts und das gemeinsame Mittagessen, bei dem sich die Touristen zwischen die vielen hungrigen Kindern quetschten, die locker eine oder gar zwei grosse Portionen verschlangen. Stefan Meier erläuterte im Anschluss die aktuelle Situation: Seit Monaten sind die Schulen geschlossen. Fliessend Wasser und Strom gibt es in keinem Zuhause der Kinder. Vor einigen Tagen wurde eine Schulung der Kinder in Hygiene möglich. Jede Familie hat nun einen Kanister mit Hahn erhalten, um damit bei den Brunnen Wasser zu holen, sowie einige Seifen und Masken.

Ungewohnte Klänge in Eien

Als Überraschung spielte Pius Besire aus Böttstein auf dem Alphorn und später zusammen mit zwei Kollegen immer mal wieder auf dem galizischen Dudelsack. Diese spanische Gaita sei eine Sackpfeife und werde traditionell aus einem Ziegenfell hergestellt.

Franco Renna feuerte den Grill ein und liess seine selbstgemachten Würste und Gemüsespiesse darauf brutzeln. Zusammen mit feinem Bauernbrot von Heidi Kalt aus Leuggern genossen alle das einfache «Znacht». Das süsse Dessert kam aus den Küchen von Silvia Kaiser und Esther Schmid. In der Dämmerung wurde es durch den Biswind leider merklich kühler. Gerne hätten die AEJT-Freunde noch lange geplaudert und über Madagakar-Reisen diskutiert. Wenn Reisen wieder möglich wird, überlegt sich der eine oder die andere, mit Stefan Meier diese faszinierende Insel zu bereisen und dem Kinderzentrum vor Ort einen Besuch abzustatten.

Fussballprojekt in Madagaskar muss leider noch warten

Wie überall auf der Welt rennen auch die Kinder in Antananarivo gerne dem Ball hinterher. Eigentlich war vorgesehen, dass Stefan Meier Ende März wieder für ein paar Wochen nach Madagaskar geflogen wäre. Für drei Wochen plante auch Beni Schleuniger, Junioren-Coach beim FC Klingnau, einen Madagaskarbesuch der Extraklasse. Mit der Unterstützung der FIFA wollte er das Fussballprojekt starten, das dann wöchentlich durch einen fussballbegeisterten Zentrumsmitarbeitenden weitergeführt werden soll. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, hoffen wir, dass es nächstes Jahr realisiert werden kann.

Neues Kinderzentrum in Planung

Das Kinderzentrum ist zurzeit nur in Miete und der 5-Jahres-Vertrag läuft in zwei Jahren aus. Kaum ist in Madagaskar etwas «auf Vordermann» gebracht, wollen es die Vermieter zurück. Dies nun schon das zweite Mal. Damit das nicht mehr passiert, kauft die Leiterin des Kinderzentrums mit unserer Unterstützung ein Stück Land, auf dem ein neues Kinderzentrum entstehen soll, selbstverständlich vertraglich geregelt mit dem Verein in der Schweiz.