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Kinder in Madagaskar

Madagaskar gehört zu den ärmsten Ländern der Welt.
Im Jahr 2015 war Madagaskar auf Platz 154 der Armuts-Skala von 185 Ländern
(von der UNO / UNDP, United Nations Development Programme, errechneter, statistischer Messwert der menschlichen Entwicklung).

  • 2012 haben 69 % der Kinder eine Schule besucht

  • 47 % der Kinder in Madagaskar sind unter- oder fehlernährt

  • 37 % der Mädchen zwischen 15 - 19 Jahren haben eine Schwangerschaft

  • 23 % der Kinder im Alter von 5 - 17 Jahren arbeiten
     

Nachweis: Weltbank, UNICEF (2015), UNDP (2015)
 

Kinder, die den ganzen Tag arbeiten, sind in Madagaskar nichts Ungewöhnliches. Die Regierung hat nach dem Putsch 2009 das Budget für das Erziehungswesen massiv zusammengestrichen. Die Lehrer verlangen in einer Schattenwirtschaft Geld von den Eltern für die Schüler. Viele Eltern sind sehr arm und lassen ihre Kinder daher arbeiten.

In der Hauptstadt Antananarivo leben mehr als 2 Millionen Einwohner, so genau weiss man das nicht. Es gibt zwei grosse Deponiestellen ausserhalb der Stadt, wo die Abfälle hinkommen. Abfälle sind eine Einkommensquelle für viele Menschen. Die Abfalltrennung erfolgt zuerst in der Stadt, direkt bei den offenen Mulden. Da wohnt meistens eine Familie daneben (buchstäblich beim Abfall). Danach wird der Abfall auf Lastwagen zur Deponiestelle gebracht, wo die letzte Trennung erfolgt.

Der kleine Spengler beim Bau von Kochöfen.

Die Wasserträger sind in der ganzen Stadt unterwegs. Etwa die Hälfte der Häuser hat keinen Wasseranschluss. So auch das Zentrum AEJT. Im Kinderzentrum holen viele Kinderhände das Trinkwasser einmal pro Woche beim Brunnen und füllen unsere Reservoire.

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